Lebensvericherungen im Laufe der Zeit

Sie waren lange Zeit das private Altersvorsorge-Produkt Nummer 1: Lebensversicherungen, genauer gesagt Kapitallebensversicherungen. Praktisch sah das so aus: In möglichst jungen Jahren, meistens mit dem Beginn einer Berufstätigkeit, wurden regelmäßig Beiträge in die Lebensversicherung eingezahlt. Wenn der Einzahler das Rentenalter erreicht hat, bekam er eine attraktive Barauszahlung, die nicht versteuert werden musste. Verstarb der Einzahler vorher, kam das Geld den von ihm genannten Begünstigten zu gute. Meistens enge Familienmitglieder wie Ehepartner oder Kinder. Zwar gibt es das Modell der Kapital bringen Lebensversicherung immer noch, allerdings gilt für Vertragsabschlüsse seit dem Jahr 2005 eine neue steuerliche Regelung. Diese sieht vor, dass die späteren Auszahlungen ganz normal versteuert werden müssen. Dennoch erfreut sich diese Form der Lebensversicherung großer Beliebtheit – durch eine gute Beratung Ihres Versicherungsunternehmens lässt sich herausfinden, in wie fern im individuellen Fall ggf. doch noch Steuervorteile geltend gemacht werden können. Eine ganz andere Ausgangslage zeigt sich bei der so genannten Risiko-Lebensversicherung – diese zielt vor allem darauf ab, die Hinterbliebenen im Falle des Ablebens des Einzahlers, finanziell abzusichern. Gerade junge Familienväter wählen aus diesem Grunde das Produkt Risikolebensversicherung, dass die Familie von allen finanziellen Verpflichtungen, auch möglichen Schulden durch Hausbau oder Wohnungskauf, die der Einzahler verursacht hat, entbindet. Eine dritte Variante der Lebensversicherung nennt sich fondsgebundene Lebensversicherung. Im Unterschied zu den anderen Modellen werden die Versicherungsbeiträge bei der fondsgebundenen Versicherung nicht vom Lebensversicherer selbst verwaltet, sondern in einen freien Fonds investiert. Der Anleger kann dabei je nach Risikobereitschaft entscheiden, ob es sich um einen Renten-, einen Aktien- oder einen Immobilienfonds handelt. Hintergedanke der fondsgebundenen Versicherung ist, dass man mit den gleichen Beiträgen, mehr Rendite erzielen kann. Entwickelt sich der jeweilige Fonds schlecht, kann aber auch der umgekehrte Fall eintreten und die fondsgebundene läuft schlechter als die Kapitallebensversicherung.

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