Private Krankenversicherung – wer darf rein?
Nach wie vor steht die private Krankenversicherung (PKV) nur einem bestimmten Bevölkerungsteil offen. Und zwar den Besserverdienern und Selbständigen. Unter bestimmten Umständen können auch Studenten ohne festes Einkommen in eine private Versicherung eintreten. Derzeit liegt für Angestellte die monatliche Gehaltsgrenze bei 4012,50 Euro brutto. Wer dies drei Jahre oder länger verdient hat, der hat die finanzielle Hürde bezwungen. Aber auch andere Faktoren wie der aktuelle Gesundheitszustand oder das Alter fließen bei der PKV in die Prüfung eines Antrags ein. So lässt sich sagen: Je älter man bei Eintritt in die Privatversicherung ist, desto teurer die monatlichen Beiträge. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen hingegen spielen weder Gesundheitszustand noch Alter eine Rolle bei der Aufnahme eines neuen Mitglieds. Der monatliche Beitrag variiert von Kasse zu Kasse und bemisst sich dabei stets prozentual vom monatlichen Bruttogehalt. In wie fern sich ein Krankenkassenwechsel lohnt, das hängt von der individuellen Situation eines jeden einzelnen Versicherungsnehmers ab. Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass sich die PKV nur dann auszahlt, wenn man in jungen Jahren eintritt. Darüber hinaus spielt auch die Nachwuchsplanung eine Rolle. Während Kinder in jeder gesetzlichen Krankenversicherung automatisch mitversichert sind, müssen Eltern, die Mitglied einer PKV sind, eine Extra-Versicherung pro Kind abschließen. Auch die berufliche Situation sollte als Faktor bei der Entscheidung pro oder contra privater Krankenversicherung mit bedacht werden. Denn unter´m Strich zahlen Privatversicherte zur Zeit mehr ein, bekommen dafür aber auch bessere medizinische Leistungen. Sollte man nicht dazu in der Lage sein, diese Mehrkosten langfristig zu tragen, kann sich der Rückwechsel in eine gesetzliche Krankenversicherung als problematisch darstellen.