Die Lkw Versicherung unterscheidet sich von der Pkw Versicherung
Die Bestimmungen für eine Lkw Versicherung in Deutschland ähneln in einigen Punkten denen einer Pkw-Versicherung: So gibt es auch für Lastkraftwagen, und das gilt sowohl für privat genutzte Fahrzeuge als auch für gewerbliche, eine vorgeschriebene Haftpflichtversicherung und eine freiwillige Versicherung in der Kaskoversicherung. Allerdings unterscheiden sich die Versicherungsformen für die verschiedenen Fahrzeugtypen vor allem in der Festsetzung der Beiträge. Während die Einstufung durch das Versicherungsunternehmen bei Lkws an Werten und Kennzahlen zu maximaler Nutzlast und Leistung in Kilowatt (kw) festgemacht wird, sind bei Pkws Alter und Typ des Fahrzeugs sowie die jährliche Zirka-Fahrleistung von Interesse. Auch Faktoren wie Nutzung im Fern- oder Nahverkehr oder die zu transportierenden Waren spielen eine Rolle. So werden sensible Güter wie Chemikalien oder Heizöl anders eingestuft als Lebensmitteltransporte oder Baumaterialen.
Bei der Kaskoversicherung haben die Halter von Lkws ebenfalls die Wahl zwischen Teil- und Vollkasko. Am häufigsten wird allerdings die Vollkaskoversicherung gewählt – das liegt daran, dass ein Schaden am Lkw sehr schnell sehr teuer werden kann. Anders als beim Pkw wollen sich vor allem Spediteure oder andere gewerbliche Nutzer, die gleich mehrere Lkws Busse oder Sattelschlepper besitzen, gegen zu hohe Selbstkostenanteile schützen. Sie zahlen daher lieber von Anfang an etwas höhere Beiträge, damit das Versicherungsunternehmen im Ernstfall zu hundert Prozent einspringt. Eine erste Übersicht zu den Leistungsspektren der verschiedenen Anbieter findet man im Internet, auf einigen Serviceseiten sind auch Preisvergleiche möglich. Für ein konkretes Angebot sollte man sich jedoch am besten direkt an ein Versicherungsunternehmen bzw. einen Vertreter wenden – nur über ein individuelles Angebot kann auf die persönlichen Voraussetzungen eingegangen werden.