Archiv des MonatsAugust, 2008

Lebensvericherungen im Laufe der Zeit

Sie waren lange Zeit das private Altersvorsorge-Produkt Nummer 1: Lebensversicherungen, genauer gesagt Kapitallebensversicherungen. Praktisch sah das so aus: In möglichst jungen Jahren, meistens mit dem Beginn einer Berufstätigkeit, wurden regelmäßig Beiträge in die Lebensversicherung eingezahlt. Wenn der Einzahler das Rentenalter erreicht hat, bekam er eine attraktive Barauszahlung, die nicht versteuert werden musste. Verstarb der Einzahler vorher, kam das Geld den von ihm genannten Begünstigten zu gute. Meistens enge Familienmitglieder wie Ehepartner oder Kinder. Zwar gibt es das Modell der Kapital bringen Lebensversicherung immer noch, allerdings gilt für Vertragsabschlüsse seit dem Jahr 2005 eine neue steuerliche Regelung. Diese sieht vor, dass die späteren Auszahlungen ganz normal versteuert werden müssen. Dennoch erfreut sich diese Form der Lebensversicherung großer Beliebtheit – durch eine gute Beratung Ihres Versicherungsunternehmens lässt sich herausfinden, in wie fern im individuellen Fall ggf. doch noch Steuervorteile geltend gemacht werden können. Eine ganz andere Ausgangslage zeigt sich bei der so genannten Risiko-Lebensversicherung – diese zielt vor allem darauf ab, die Hinterbliebenen im Falle des Ablebens des Einzahlers, finanziell abzusichern. Gerade junge Familienväter wählen aus diesem Grunde das Produkt Risikolebensversicherung, dass die Familie von allen finanziellen Verpflichtungen, auch möglichen Schulden durch Hausbau oder Wohnungskauf, die der Einzahler verursacht hat, entbindet. Eine dritte Variante der Lebensversicherung nennt sich fondsgebundene Lebensversicherung. Im Unterschied zu den anderen Modellen werden die Versicherungsbeiträge bei der fondsgebundenen Versicherung nicht vom Lebensversicherer selbst verwaltet, sondern in einen freien Fonds investiert. Der Anleger kann dabei je nach Risikobereitschaft entscheiden, ob es sich um einen Renten-, einen Aktien- oder einen Immobilienfonds handelt. Hintergedanke der fondsgebundenen Versicherung ist, dass man mit den gleichen Beiträgen, mehr Rendite erzielen kann. Entwickelt sich der jeweilige Fonds schlecht, kann aber auch der umgekehrte Fall eintreten und die fondsgebundene läuft schlechter als die Kapitallebensversicherung.

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Hausrat Versicherungen für Mietwohnung oder Eigenheim

Ganz egal, ob man zur Miete wohnt oder Haus- oder Wohnungseigentümer ist, gilt: Man sollte sein eigenes Hab und Gut versichern. Alle Gegenstände in der Wohnung kann man mit nur einer Versicherung, der so genannten Hausrat, absichern. Dazu zählen Möbel ebenso wie Kleidung und Elektroartikel – einfach alles was zu einem normalen Haushalt gehört. Da jeder Verbraucher natürlich andere Werte zu Hause besitzt – der eine investiert in eine besonders edle Küche während der andere viel Wert auf eine hochwertige Unterhaltungselektronik legt – gibt es für die Berechnung der Beiträge eine Faustformel, die weitestgehend von den Versicherungsgesellschaften angewendet wird. Und diese basiert auf der Größe der Wohnung. Pro Quadratmeter sollte man einen Wert von 650 Euro anlegen, so kommt man zur Gesamtversicherungssumme. Diese könnte dann geltend gemacht werden, wenn beispielsweise durch einen Brand der komplette Haushalt vernichtet wird. Demnach zahlen Menschen für ein großes Anwesen dementsprechend höhere Mitliedsbeiträge als Besitzer einer kleinen Wohnung. Bei kleineren Schäden, wie beispielsweise durch heftigen Wind beschädigte Fensterscheiben, berechnet die Hausrat Versicherung den Schadenswert für Neuanschaffung oder Reparatur des Fensters und übernimmt die Kosten für den Versicherten. Sollten sich außer der Reihe besonders wertvolle Gegenstände in einem Haus befinden, beispielsweise ein Kunst- oder Gemäldesammlung, dann ist zu überlegen, ob die Gesamtversicherungssumme von Anfang an erhöht wird. Möglicherweise könnte hierbei auch eine extra Versicherung empfehlenswert sein. Übrigens: Auch im Falle von Diebstahl haftet die Hausratversicherung. Voraussetzung ist hierbei allerdings, dass der Bestohlene diesen bei der Polizei anzeigt. Erst nach der offiziellen Anzeige, kann eine Versicherung handeln und für den entstandenen Schaden aufkommen.

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Die Reiseversicherung rentiert sich bei Urlauben und anderen Auslandsaufenthalten

Rund um das Thema Reise werden am Markt eine Vielzahl von Versicherungen angeboten, darunter Rücktritts-, Gepäck- oder Reiseabbruchsversicherungen. Inwiefern diese hilfreich sein können, hängt von der privaten Situation jedes Einzelnen ab. Eine Versicherung, die jedoch für alle Urlauber zu empfehlen ist, ist die Reiseversicherung. Diese übernimmt die Kosten für eine medizinische Versorgung im Ausland und wendet sich ausschließlich an die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Zwar können sich diese auch ohne Auslandskrankenversicherung in ausländischen Kliniken behandeln lassen, so umfasst das Angebot jedoch nur staatliche Einrichtungen. Und diese bieten je nach Urlaubsland  nicht immer den besten Service an. Eine private Reiseversicherung ermöglicht jedoch die freie Arzt- und Klinikwahl, darunter auch private Einrichtungen. Die meisten Versicherungsunternehmen bieten den Reiseschutz für eine Dauer von einem Jahr an. Für Einzelpersonen kostet das Komplettpaket nur um die 10 Euro. Mehrköpfige Familien mit Kindern können von Familientarifen profitieren, die in der Regel nicht teurer als 25 Euro pro Jahr sind. So kann mit relativ wenig Geld vorsorgen, falls im Urlaub mal was passiert. Zu beachten ist lediglich, dass die klassische Reiseversicherung zeitlich begrenzt ist. Langzeiturlauber, die sich länger als sechs Wochen jährlich im Ausland befinden, müssen eine andere Form der Versicherung wählen – bei ihnen greift die Reisebersicherung nicht. Gleiches gilt für Langzeiturlauber, die im Ausland überwintern oder einen Zweitwohnsitz in einem fremden Land unterhalten. In diesen Fällen sollte man sich vom Versicherungsgesellschaften seiner Wahl beraten lassen, Zusatzversicherung hierbei sinnvoll wäre.

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Haftpflichtversicherung – die Unterschiede

Branchenexperten werden bestätigen, dass die Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Versicherungsformen zählt. Während man sich bei einigen Versicherungstypen fragen darf, wie sinnvoll sie sind, werden Sinn und Zweck bei der Haftpflichtversicherung nicht in Frage gestellt. Dabei gibt es unterschiedliche Arten dieses Versicherungsmodells und in allen Fällen tritt die Haftung dann in Kraft, wenn das Eigentum anderer beschädigt wird. So auch bei der Auto-Haftpflicht, bei der im Falle eines selbstverschuldeten Unfalls alle Schäden am Fahrzeug des Unfallgegners von der Haftpflicht übernommen werden. Hierzulande ist die Kfz-Haftpflicht sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Ohne einen entsprechenden Versicherungsvertrag dürfen Halter erst gar nicht mit ihrem Pkw oder Lkw am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Zudem gibt es auch die Privathaftpflichtversicherung, die von vielen Privatleuten abgeschlossen wird. Sie springt ein, wenn man versehentlich das Eigentum anderer beschädigt hat. Das kann der Gartenzaun des Nachbarn ebenso sein wie der Teppichboden des Freundes, auf dem man ein Glas Rotwein verschüttet hat. Jeder Schaden ist unverzüglich an das Versicherungsunternehmen zu melden, dies überprüft dann den Sachverhalt und überweist dann das Geld für eine Neuanschaffung, Reparatur oder Reinigung an den Betroffenen. Am besten werden gleich für alle Familienmitglieder, auch Kinder, entsprechende Versicherungen abgeschlossen – so sind Eltern im Ernstfall finanziell abgesichert. Was für Menschen gilt, macht sich auch für Vierbeiner bezahlt. Vor allem die Hundehaftpflichtversicherung ist äußerst sinnvoll. Denn schnell kann etwas passieren, vor allem wenn Hunde beim Spaziergang frei herumlaufen. Schlimmstenfalls verursachen sie dabei einen Verkehrsunfall – und der Halter muss dann alle anfallenden Kosten übernehmen. Es sein denn, er hat eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen, die würde dann alle verursachten Schäden übernehmen.

 

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Krankenversicherungen sind Teil unseres Gesundheitssystems

Für alle deutschen Staatsbürger zählen Krankenversicherungen zu den Pflichtversicherungen. Seit 2007 sind die gesetzlichen Kassen dazu gezwungen ehemalige Mitglieder, die auf eigenen Wunsch ausgetreten sind, bedingungslos wieder aufzunehmen. Gleiches gilt ab 2009 auch für private Krankenkassen, die ehemalige Mitglieder zu einem Standardtarif wieder integrieren müssen. Dennoch gibt es eine geschätzte Zahl von derzeit 300.000 Menschen, die ohne jeglichen Krankenversicherungsschutz leben. Das kann teuer werden, denn im Falle einer Notfall-Behandlung im Krankenhaus können so schnell mehrer Tausend Euro zusammenkommen, die der Patient dann aus eigener Tasche zahlen muss – für viele bedeutet dies der finanzielle Ruin. Insbesondere Auslandsrückkehrern und Geschiedenen, die während der Ehe über den Partner versichert waren, fehlt häufig der Versicherungsschutz. Auch Selbstständige, die einen finanziellen Engpass durchleben, versuchen oftmals zu sparen, indem sie Krankenkassenbeiträge ausetzen. Doch das ist ein riskantes Vorhaben und vielen Fällen geht diese Rechnung einfach nicht auf. Unser Gesundheitssystem deckt auch den Versicherungsschutz für jene Menschen ab, die arbeitslos oder obdachlos sind. Auch für sie soll stets eine kostenlose medizinische Basisversorgung gewährleistet sein, nur müssen die Bereffenden sich von sich aus melden bzw. wieder anmelden. In den meisten Fällen waren Nicht-Versicherte irgendwann in ihrem Leben einmal Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Und diese muss die Betreffenden – entgegen der weit verbreiteten Fehlannahme – seit Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes auch wieder zurücknehmen.

 

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Eine Kfz Versicherung ist Pflicht in Deutschland

Wer mit einem eigenen Fahrzeug am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, der ist dazu verpflichtet, seinen Pkw, sein Motorrad oder seinen Lkw über eine Kfz Versicherung abzusichern. Haftpflichtversicherung lautet hierzu das passende Stichwort, denn wer ohne unterwegs ist, macht sich strafbar. Doch nicht nur das: Im Falle eines Unfalls müssen Nicht-Versicherte alle anfallenden Kosten, sowohl vom Unfallgegner als auch von sich selbst zu 100 Prozent übernehmen. Pro Tag kracht es viele hundert Male auf Deutschlands Straßen – ein Risiko, das niemand eingehen sollte. KFZ Haftpflichtversicherungen werden von allen namhaften Versicherungsunternehmen angeboten. Wer einen Neuwagen anmelden oder eine Ummeldung vornehmen möchte, der sollte vorab einen Preisvergleich durchführen. Das Internet ist hierbei ein praktisches Hilfsmittel, denn mit nur wenigern Mausklicks und der Eingabe weniger persönlicher Daten, lassen sich kostenlose Preisbergleiche erstellen. Es ist jedoch zu beachten, dass die Haftpflichtversicherung keinen Vollversicherungsschutz bietet, denn sie übernimmt im Falle eines selbstverschuldeten Unfalls lediglich die Kosten, die für Reparaturen am Fahrzeug des Unfallgegners anfallen. Für den eigenen Pkw empfiehlt sich der Abschluss einer Kasko Versicherung. Hierbei besteht die Wahl zwischen Vollkasko- und Teilkaskoversicherung. Wie der Name schon vermuten lässt übernimmt die Vollkasko-Versicherung alle anfallenden Schäden am Fahrzeug und ist daher insbesondere für Neuwagen empfehlenswert. Die Teilkasko, die viele Halter älterer Fahrzeuge wählen ist günstiger in ihren Beiträgen und basiert auf dem Selbstkostenanteil. Das heißt: Im Schadenfall übernimmt der Halter die Kosten bis zu einem vorher festgelegten Betrag, beispielsweise 399 Euro, und erst darüber hinaus haftet die Versicherung. Grundsätzlich gilt bei der Fahrzeugversicherung: Je länger ein Fahrer unfallfrei unterwegs war, desto niedriger werden die Grundbeiträge. Der niedrigste erreichbare Schadensfreiheitsrabatt liegt bei 35 Prozent.

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Die Krankenkasse

Die Krankenkasse ist in Deutschland wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung der Bürger. Denn sie übernimmt die Kosten für Arztbesuche und Behandlungen. Die Krankenkassen werden durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Jeder Arbeitnehmer zahlt einen prozentualen Anteil von seinem Monatsgehalt in eine Krankenversicherung seiner Wahl ein – der Arbeitgeber übernimmt automatisch die Hälfte der Kosten. So funktioniert es zumindest bei den vielen Vollzeitbeschäftigten. Andere Regelungen gelten hingegen für Selbstständige, Teilzeit- und Saisonkräfte, Kinder, Jugendliche und Studenten. Auch Arbeitslose haben einen Anspruch auf Krankenversicherung – hierum kümmert sich die Agentur für Arbeit. Je nach Einkommen und finanziellen Möglichkeiten haben Erwerbstätige die Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung, kurz PKV. Da die Aufnahmebedingungen in der PKV jedoch relativ streng sind, ist ein Großteil der Bevölkerung Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, kurz GKV. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen der PKV gehöret vor allem die exzellente medizinische Versorgung der Patienten. Bei den Nachteilen ist sicherlich zu nennen, dass Kinder nicht automatisch mitversichert sind, sondern dass für sie eine eigene Versicherung abgeschlossen werden muss. Ist man einmal in eine private Versicherung eingetreten, dann ist der Wechsel zurück in eine gesetzliche Kasse nicht ganz so leicht möglich. Auch wer alle Aufnahmekriterien des PKV erfüllt, sollte daher für sich selbst erwägen, ob dieses Modell auch langfristig das richtige für ihn ist. Denn eine Entscheidung für eine PKV ist in aller Regel eine Entscheidung für´s Leben. Die privaten Krankenversicherungen werden von vielen namhaften Versicherungsunternehmen angeboten. Wie bei den gesetzlichen Versicherungen lohnen sich Preisvergleiche auch bei den Privaten.

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Rentenversicherung privat und gesetzlich

Das Rentenalter in Deutschland soll sich bis zum Jahr 2012 auf 67 Jahre verschieben. Ansprüche auf Geld aus der Rentenversicherung besteht dann also zukünftig erst ab dem 67. Lebensjahr. Auch wenn zuvor schon mit Arbeit aufgehört wurde. Diese Regelung gilt ausschließlich für die gesetzliche Rente, die vom Staat bezahlt wird. Diese berechnet sich bei jedem Bundesbürger individuell – je nach dem wie lange und wie viel der oder diejenige eingezahlt hat. Dabei werden auch Zeit einer eventuellen Arbeitslosigkeit berücksichtigt. Besondere Rentenregelungen gelten bei Beamten. Neben der gesetzlichen gibt es aber auch noch die private Rentenversicherung – hier zahlen Arbeitnehmer oder Selbstständige einen selbst gewählten Satz ein. Zu Beginn des Versicherungsverhältnisses wird festgelegt, ab wann die Rente ausgezahlt wird. Wahlweise kann man sich den verfügbaren Betrag als Einmalzahlung auszahlen lassen, alternativ gestaffelt über monatliche Zahlungen. Seit einigen Jahren gibt es zudem private Altersvorsorge-Modelle, an denen sich auch der Staat durch Zuschüsse oder Steuervergünstigungen beteiligt. Beispielsweise die so genannte Riester Rente, die sich vor allem für Angestellte mit einem geringen bis mittleren Gehalt sowie Eltern mit Kindern lohnt. Für Selbstständige und Freiberufler ist die Riester Rente nur bedingt möglich. Für sie eignet sich eher das Modell der Rürup Rente. In machen Fällen eignet sich auch die Kombination beider Angebote. Da sich nach aktuellen Berechnungen die wenigsten Menschen ihren Lebensunterhalt mit ihrer Rente sichern können, sind diese Zusatzangebote so wichtig und so sinnvoll. Vor allem, weil Vater Staat sie mitunterstützt.  Doch das sind noch längst nicht alle Angebote, die von den Versicherungen im Zusammenhang mit der privaten Altersvorsorge angeboten werden: Auch kapitalbringende Lebensversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen oder betriebliche Altersvorsorge werden immer mehr genutzt.

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Altersvorsorge sollte schon früh geplant werden

Gerade als junger Mensch setzt man sich nur ungern mit der Altersvorsorge auseinander. Wozu auch, denn wer weiß schon, was in 20, 30 oder 40 Jahren auf einen zukommt, so lautet die Argumentation der 20 bis 30jährigen. Auch wenn das Thema dem ein oder anderen Auszubildenden oder Studenten sehr abstrakt erscheint, raten Experten dazu, bereits frühzeitig die Weichen für die eigene private Altersvorsorge zu stellen. Denn je früher man damit beginnt, desto besser zahlt sich dies später aus. Und auf die staatlichen Renten allein kann man heutzutage nicht mehr setzen. Das hat sich mittlerweile bei den meisten jungen Leuten herumgesprochen, dennoch besteht bei vielen eine Hemmschwelle, sich tatsächlich mit Riester Rente, Rürup Rente und den ganzen anderen Altersvorsorge-Möglichkeiten auseinander zu setzen. Das Internet kann ein gutes Hilfsmittel sein, um sich mit der privaten Rentenversicherung vertraut zu machen. Denn dort findet man nicht nur detaillierte Beschreibungen einzelner Leistungen, sondern auch direkte Versicherungsvergleiche zwischen den Anbietern. Vor allem bei Riester und Rürup sollte man den steuerlichen Vorteil und die Bezuschussung durch den Staat nicht außer Acht lassen. Für viele gilt: Wer hier nicht teilnimmt, verschenkt buchstäblich Geld, das ihm zusteht. Ganz anders sieht die Situation bei völlig privaten Vorsorgemaßnahmen wie beispielsweise der Kapital-Lebensversicherung aus. Hier hält sich Vater Staat weitgehend zurück. Unter Umständen können aber auch hierbei steuerliche Vorteile geltend gemacht werden.

 

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Private Krankenversicherung – wer darf rein?

Nach wie vor steht die private Krankenversicherung (PKV) nur einem bestimmten Bevölkerungsteil offen. Und zwar den Besserverdienern und Selbständigen. Unter bestimmten Umständen können auch Studenten ohne festes Einkommen in eine private Versicherung eintreten. Derzeit liegt für Angestellte die monatliche Gehaltsgrenze bei 4012,50 Euro brutto. Wer dies drei Jahre oder länger verdient hat, der hat die finanzielle Hürde bezwungen. Aber auch andere Faktoren wie der aktuelle Gesundheitszustand oder das Alter fließen bei der PKV in die Prüfung eines Antrags ein. So lässt sich sagen: Je älter man bei Eintritt in die Privatversicherung ist, desto teurer die monatlichen Beiträge. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen hingegen spielen weder Gesundheitszustand noch Alter eine Rolle bei der Aufnahme eines neuen Mitglieds. Der monatliche Beitrag variiert von Kasse zu Kasse und bemisst sich dabei stets prozentual vom monatlichen Bruttogehalt. In wie fern sich ein Krankenkassenwechsel lohnt, das hängt von der individuellen Situation eines jeden einzelnen Versicherungsnehmers ab. Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass sich die PKV nur dann auszahlt, wenn man in jungen Jahren eintritt. Darüber hinaus spielt auch die Nachwuchsplanung eine Rolle. Während Kinder in jeder gesetzlichen Krankenversicherung automatisch mitversichert sind, müssen Eltern, die Mitglied einer PKV sind, eine Extra-Versicherung pro Kind abschließen. Auch die berufliche Situation sollte als Faktor bei der Entscheidung pro oder contra privater Krankenversicherung mit bedacht werden. Denn unter´m Strich zahlen Privatversicherte zur Zeit mehr ein, bekommen dafür aber auch bessere medizinische Leistungen. Sollte man nicht dazu in der Lage sein, diese Mehrkosten langfristig zu tragen, kann sich der Rückwechsel in eine gesetzliche Krankenversicherung als problematisch darstellen.

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